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Dortmund: Historische Bibliothek des Landesoberbergamtes Nordrhein-Westfalen

Das heutige Landesoberbergamt Nordrhein-Westfalen wurde am 26. Juni 1792 als (preußisches) Westfälisches Oberbergamt mit Sitz in Wetter gegründet. Die Entwicklungsgeschichte dieser Behörde ist eng mit dem Wirken des Freiherrn vom Stein (erster Oberbergamtsdirektors des neu gegründeten Westfälischen Oberbergamtes) verbunden. Im Jahre 1815, mit der Neuordnung der preußischen Verwaltung, wurde das Amt nach Dortmund verlegt. Die sehr weit gehende staatliche Führung der Bergbaubetriebe nach dem Direktionsprinzip dauerte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, dem Beginn der Industrialisierung des Ruhrgebiets. Den wichtigsten Einschnitt stellte in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Aufhebung des Direktionsprinzips zugunsten des Inspektionsprinzips dar. Die Neuordnung fand ihren Abschluss durch das "Allgemeine Berggesetz für die Preußischen Staaten (ABG)" vom 24. Juni 1865.

Die Bücher der alten Bibliothek - einst das unerlässliche Arbeitsinstrument der staatlichen Bergaufsichtsbehörde - dokumentieren die Entwicklungslinien und Strukturen der Behörde, die seit mehr als 200 Jahren die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in dieser Region mitbestimmt. So bildete denn auch die Ausstellung "Geologie und Bergbau", die in mehreren Städten zu sehen war, den Abschluss der Erschließungsmaßnahmen, die durch die Arbeitsstelle durchgeführt worden waren. Vorwiegend an Hand der Bücher aus der historischen Bibliothek des Landesoberbergamtes Nordrhein-Westfalen in Dortmund wurde die Geschichte der Geologie, der Paläontologie, der Petrographie, der Kristallographie und Mineralogie sowie die Geschichte des Bergbaus dargestellt.
Schwerpunkt ist der rheinisch-westfälische Raum, doch sind daneben die Nachbarregionen sowie die übrigen deutschen und europäischen Regionen in repräsentativer Auswahl vertreten.

Die Ausstellung wurde primär mit Büchern des Landesoberbergamtes beschickt, um das Wirken dieser Bergbehörde in den beiden letzten Jahrhunderten zu dokumentieren.

Wertvolle Einzelstücke aus der Bibliothek des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und der Universitäts- und Landesbibliothek Münster ergänzen die Sammlung. Die dreidimensionalen Objekte (Mineralien, Modelle, Werkzeuge und Geräte, Lampen, Ungarischer Hunt etc.) stammen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum und dem Geologisch-Paläontologischen Museum der Universität Münster.


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