Anglistisches im Netz: aktuelle Tipps

arte-Sendung: "Anjelica Huston erzählt James Joyce"
Logo arte bei Wikimedia Commons "Der Film taucht ein in das Werk des großen irischen Schriftstellers James Joyce und verfolgt seinen turbulenten, durch zwei Weltkriege geprägten Lebensweg, der ihn von Dublin aus ins selbstgewählte Exil nach Triest, Pola, Paris und Zürich führte. Regie: Oscarpreisträgerin Anjelica Huston.
James Joyce ist von jeher ein Außenseiter: Er wächst in armen Verhältnissen auf und beginnt früh, gegen gesellschaftliche Konventionen zu rebellieren. Als Student gewinnt er zahlreiche Preise und Stipendien. Gleichzeitig führt er ein promiskuitives Liebesleben und geht bereits in jungen Jahren in Dubliner Bordellen ein und aus. Der 16. Juni 1904 ist der Tag, an dem er eine Beziehung mit dem jungen Zimmermädchen Nora Barnacle beginnt und an dem er später die gesamte Handlung seines berühmten Romans „Ulysses“ spielen lässt. Nora und er sind bis zu Joyces Tod ein Paar. Früh verlassen sie Irland und leben unter zumeist ärmlichen Bedingungen. Unbeirrt und zielstrebig arbeitet er auch in einer Zeit, in der Europa von politischen Umwälzungen und verheerenden Kriegen erschüttert wird. Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Frankreich wächst seine Sorge um die Sicherheit seines einzigen Enkels Stephen, eines Halbjuden. Schließlich flieht er mit seiner Familie ins Exil in die Schweiz, verstirbt aber nur wenige Wochen nach seiner Ankunft. Die turbulente Lebensgeschichte und das große Werk von James Joyce präsentiert in dieser Dokumentation die in Westirland aufgewachsene Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Anjelica Huston, deren eigene Karriere seit vielen Jahren sehr eng mit Joyces Werk verbunden ist. So hatte sie mit dem bekannten Monolog der Molly Bloom aus „Ulysses“ einen viel beachteten Bühnenauftritt und spielte die weibliche Hauptrolle im letzten Film ihres Vaters, dem legendären Regisseur John Huston. Das Werk basiert auf Joyces bedeutendster Erzählung „Die Toten“, die vielen als schönste Kurzgeschichte aller Zeiten gilt – und auch Hustons Film wurde von der Kritik als wahres Meisterwerk anerkannt. Anjelica Huston hat für die Dokumentation berühmte Schriftsteller interviewt, darunter die Booker-Preisträger Anne Enright und John Banville, den Pulitzer-Preisträger Jeffrey Eugenides sowie Edna O’Brien und Colm Toibin."
(arte)
Sie können die Sendung über die Seite von arte bis zum 11.6.2018 nachsehen.

Kennen Sie schon … EUscreen?
Logo EUScreen Das Portal EUscreen sammelt Audio-, Video- und Bilddateien verschiedener europäischer Fernsehsender von 1900 bis heute.
Sie können nach Stichwörtern suchen oder über thematische Listen oder eine Karte in den Medien stöbern, bei denen sich auch einiges von Sendern aus Großbritannien findet.

WDR-Zeitzeichen zum Geburtstag von John R. R. Tolkien
Logo WDR bei Wikimedia Commons "ällt der Name "Tolkien" folgt meistens wie ein Reflex sofort der Titel "Der Herr der Ringe". Und tatsächlich ist diese Trilogie das berühmteste Werk des Schriftstellers John Ronald Reuel Tolkien. Mit den drei "Ringe"-Bänden begann der Siegeszug der modernen Fantasy: der Bericht über die große Schlacht um "Mittelerde" als literarisches Ereignis.
Für den überzeugten Katholiken Tolkien aber ging es um mehr: um den religiös-philosophischen Konflikt zwischen Gut und Böse generell. Und um eine uralte mythische Sagenwelt. Tolkien war Philologie-Professor in Oxford, ein Experte der vergleichenden Sprachwissenschaften.
In frühen ausgestorbenen Sprachen und oft nur fragmentarisch erhaltenen Erzählungen über Götter und Menschen, Helden und ihre Widersacher suchte er nach Beweisen für einen Ur-Mythos, der sich tief im kollektiven Gedächtnis der nord- und mitteleuropäischen Völker eingefräst hat. Diesen Mythos auszugraben widmete er sein ganzes Leben. "Der Herr der Ringe" ist so gesehen nur ein Abfallprodukt.
Tiefer schürfte er in seinen anderen Forschungen, wie dem eigentlichen Hauptwerk "Das Silmarillion", das allerdings nie beendet und erst nach seinem Tod 1973 rekonstruiert und veröffentlicht wurde."
(WDR, Jutta Duhm-Heitzmann, Ronald Feisel)
Sie können die Sendung, die 2017 in der Reihe "ZeitZeichen" lief, über die Seite des WDR nachhören oder als Audiodatei herunterladen.

WDR-Zeitzeichen zu "Onkel Toms Hütte"
Logo WDR bei Wikimedia Commons "Nach der Bibel ist es das erfolgreichste Buch des 19. Jahrhunderts, übersetzt in mehr als 20 Sprachen, unzählige Male für Film und Bühne adaptiert: "Onkel Toms Hütte". Der Roman von Harriet Beecher Stowe hat die Welt im Sturm erobert und für heftige Kontroversen gesorgt.
Die Geschichte des frommen Sklaven Tom, der verkauft, gedemütigt und zu Tode geprügelt wird, erschien zunächst als Fortsetzungsroman in der sklavereikritischen Zeitschrift "National Era". Ein paar Episoden, dann sollte Schluss sein. Doch die Leser verlangten nach mehr, protestierten wenn die Autorin eine Schreibpause einlegte. Ein Verleger überredete sie schließlich "Onkel Toms Hütte" als Buch herauszubringen.
"Sie also sind die kleine Frau, die das Buch schrieb, das diesen großen Krieg ausgelöst hat", soll Präsident Abrahm Lincoln 1862, mitten im amerikanischen Bürgerkrieg, zu Harriet Beecher Stowe gesagt haben.
Sie wollte Sympathie und Mitgefühl mit der "afrikanischen Rasse" wecken, heißt es im Vorwort.
Die Sklaverei wurde damals abgeschafft, doch mit Rassismus und Diskriminierung haben Afroamerikaner bis heute zu kämpfen."
(WDR, Julia Schäfer, Ronald Feisel)
Sie können die Sendung, die 2017 in der Reihe "ZeitZeichen" lief, über die Seite des WDR nachhören oder als Audiodatei herunterladen.

Kennen Sie schon … das Freiburg Corpus of English Dialects (FRED)?
Logo der Uni Freiburg "The Freiburg Corpus of English Dialects (FRED) is a monolingual spoken-language database of traditional English dialects. It samples approximately 2.5 million words and is estimated to be based on about 300 hours of recorded speech. The corpus contains full-length transcripts of 372 oral history interviews (partly available as digitised audio files) with male and female speakers from 163 different locations in 43 different counties. FRED covers 9 major dialect areas in the British Isles and is thus an extensive database for both research on single dialects and cross-dialectal studies.
FRED was compiled by the project group ‘English Dialect Syntax from a Typological Perspective’ at the English Department of Freiburg University under the supervision of Professor Bernd Kortmann. It was funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft under grant No. Ko-1181/1,2 from 2000 to 2005. The primary aim of compiling FRED was to provide a sound database that helps strengthen research on morphosyntactic variation in the British Isles.
A subset of FRED is openly available through the FRED Interactive Database and FRED-S: The Freiburg Corpus of English Dialects Sampler."

Aus den Neuerwerbungen der ULB

Textual vision: Augustan design and the invention of eighteenth-century British culture
Buchcover A stylish critique of literary attitudes towards painting, Textual Vision explores the simultaneous rhetorical formation and empirical fragmentation of visual reading in enlightenment Britain. Beginning with an engaging treatment of Pope's Rape of the Lock, Timothy Erwin takes the reader on a guided tour of the pointed allusion, apt illustration, or the subtle appeal to the mind's eye within a wide array of genres and texts, before bringing his linked case studies to a surprising close with the fiction of Jane Austen.
At once carefully researched, theoretically informed and highly imaginative, Textual Vision situates textual vision at the cultural crossroads of ancient pictura-poesis doctrine and modernist aesthetics. It provides reliable interpretive poles for reading enlightenment imagery, offers vivid new readings of familiar works, and promises to invigorate the study of Restoration and eighteenth-century visual culture.
zum Buch im ULB-Katalog
zum Buch auf der Verlags-Website

Nation and citizenship in the twentieth-century British novel
Buchcover Nation and Citizenship in the Twentieth-Century British Novel charts how novelists imagined changing forms of citizenship in twentieth-century Britain. This study offers a new way of understanding the constitution of the nation-state in terms of the concept of citizenship. Through close readings, it reveals how major authors such as E. M. Forster, Virginia Woolf, Elizabeth Bowen, Sam Selvon, Buchi Emecheta, Salman Rushdie, and Monica Ali presented political struggles over citizenship during key historical moments: the advent of democracy, the emancipation of women, the rise of social-welfare provision, the institution of the security state during World War II, and the emergence of multicultural citizenship during postwar immigration. This serves as the first full-length monograph to map the interrelations between literary production and public debates about citizenship that shaped Britain in the twentieth century.
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Nachrichten aus der Anglistik

  • The words and phrases I predict will soon become obsolete

    [18.06.2018, 07:00] In the future – like within your own lifetime future – the way we speak could change quite significantly. With ever-more rapid social and technological change, words and phrases that were commonplace in living memory could become endangered. The faster we move, the sooner our vocabulary will tailor itself to the new world around us. […] The post The words and phrases I predict will soon become obsolete appeared first on OxfordWords blog.
  • Weekly Word Watch: denuclearization, lozhka, and jobbymoon

    [15.06.2018, 07:00] In this Weekly Word Watch, we travel the world looking for common ground only to be stymied by some not-so-shared understandings – of words. Denuclearization At a historic summit in Singapore this week, US President Donald Trump and North Korean Supreme Leader Kim Jong-un signed a joint declaration in which Kim committed ‘to work toward […] The post Weekly Word Watch: denuclearization, lozhka, and jobbymoon appeared first on OxfordWords blog.
  • Names for fortune tellers – a quiz

    [13.06.2018, 11:55] There are plenty of names for fortune tellers throughout the history of English, some of which you could probably guess and some of which would require a supernatural gift. Our quiz will put you to the test, to see if your knowledge is almost psychic, or if your fortune’s run out… But first – did […] The post Names for fortune tellers – a quiz appeared first on OxfordWords blog.
  • Why do we say ‘once in a blue moon’? Names for the moon and other moon expressions

    [11.06.2018, 11:00] What’s the moon ever done for us? Well, besides giving us tides, the Islamic calendar, and a reason to celebrate 1969, it’s also influenced quite a lot of the English language. In this blog post, I’ll take a look at various sayings and moon-related words. But, to settle us in, let’s take a quick look […] The post Why do we say ‘once in a blue moon’? Names for the moon and other moon expressions appeared first on OxfordWords blog.
  • Weekly Word Watch: muggle off, munchkin, and päntsdrunk

    [08.06.2018, 07:00] We’ve got a hearty serving of words this week, generously topped with mayonnaise, mispronunciations, and M-words. Let’s dig in. Muggle off The new series of ITV2’s smash reality hit Love Island is back on air. Some of us (hate-)watch for the programme’s sexy sensationalism. Others – like us word nerds at Oxford Dictionaries, monitor the […] The post Weekly Word Watch: muggle off, munchkin, and päntsdrunk appeared first on OxfordWords blog.
  • The Oxford Children’s Word of the Year 2018 is ‘plastic’

    [06.06.2018, 10:34] Following OUP’s analysis of over 134,000 short stories submitted to the 2018 BBC Radio 2 Chris Evans’ Breakfast Show’s 500 Words competition, Oxford Children’s Dictionaries have announced the Oxford Children’s Word of the Year 2018! Plastic is the Oxford Children’s Word of the Year because of its significant increase in use in 500 Words (a […] The post The Oxford Children’s Word of the Year 2018 is ‘plastic’ appeared first on OxfordWords blog.
  • Which Little Women character are you?

    [04.06.2018, 14:07] 150 years ago, copies of Louisa May Alcott’s Little Women were first slotted into the ‘A’ section of bookshop shelves. Set during the Civil War, the first volume features a family living in poverty, their father absent, and it introduced young readers to a quartet of unusual heroines – a tomboy with a temper, one […] The post Which Little Women character are you? appeared first on OxfordWords blog.
  • Weekly Word Watch: Sleep-tweeting, Toblerone tunnel, and Spider-Man

    [01.06.2018, 07:00] On this May-ending instalment of the Weekly Word Watch, our words are inspired by social media at its foulest, finest, and daftest. Sleep-tweeting Twitter has proved again it has the power to change the course of events. Well, actually, racism and Islamophobia took care of that this time. In a tweet this week, comedian Roseanne […] The post Weekly Word Watch: Sleep-tweeting, Toblerone tunnel, and Spider-Man appeared first on OxfordWords blog.
  • Lexicon-ometer: the versatility of the -ometer suffix

    [29.05.2018, 12:31] Please note: this blog post discusses language that some readers may find offensive. Words are basically Legos: infinitely combinable parts that can make whatever word you need when composing your latest love sonnet or insane rant. The suffix -ometer is one of the most versatile building blocks, allowing for humorous measurement of anything in the […] The post Lexicon-ometer: the versatility of the -ometer suffix appeared first on OxfordWords blog.
  • Weekly Word Watch: lip bite, laze, and oomf

    [25.05.2018, 07:00] Let’s fly our ‘Brexit plane’ straight off the runway with this week’s watch of the words – beginning with something decidedly nonverbal. Lip bite At her wedding last weekend, Megan Markle looked absolutely stunning. Prince Harry certainly thought so, too. The internet noticed, and needed something much stronger than a Megharryccino to handle what it […] The post Weekly Word Watch: lip bite, laze, and oomf appeared first on OxfordWords blog.

Die Nachrichten stammen aus den News des Deutschen Anglistenverbandes, dem Blog des Times Literary Supplement, dem Blog „OxfordWords“ der Oxford University Press sowie den Blogs Wordability und Word Spy.

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