Vom-stein-haus

Germanistik – Ihr Fach in Münster

An der WWU gibt es nicht nur das Germanistische Institut, sondern auch einige andere Einrichtungen und Forschungsstellen, die für die germanistische Forschung relevant sind.
Und auch außerhalb der Uni gibt es einige interessante Institutionen!

Germanistik an der WWU Münster

Das Germanistische Institut der WWU, das am Hindenburgplatz im Vom-Stein-Haus residiert, gliedert sich in fünf Abteilungen: Sprachwissenschaft, niederdeutsche Sprache und Literatur, Literatur des Mittelalters /Mediävistik, Neuere deutsche Literatur und Didaktik der deutschen Sprache und Literatur mit den Bereichen Sprachdidaktik und Literatur- und Mediendidaktik.

Neben dem Institut gibt es noch einige weitere universitäre Einrichtungen, die auch unter anderem mit germanistischen Fragestellungen befassen:

  • das Centrum für Niederdeutsch, dessen Aufgabe und Ziel es ist, Niederdeutsch als Regionalsprache zu bewahren und wieder stärker in das Bewusstsein und den alltäglichen Sprachgebrauch der Bevölkerung zu rücken;
  • das Centrum für Sprache und Interaktion, das verschiedene Einrichtungen und Projekte, die sich mit der qualitativen, empirischen Erforschung von Sprache und Sprachgebrauch in der Interaktion auseinandersetzen, bündelt;
  • das Centrum für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis, das an unterschiedlichen Projekten aus den Bereichen der mündlichen Kommunikation und der Theater- und Medienpädagogik arbeitet;
  • das Promotionskolleg Empirische und Angewandte Sprachwissenschaft, ein interdisziplinäres Kolleg mit Dozenten aus zahlreichen Philologien und weiteren Fächern, das besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern/innen ein fachübergreifendes und strukturiertes Promotionsstudium mit sprachwissenschaftlichem Schwerpunkt bietet;
  • die Graduate School Practices of Literature, mit dem Promotionskolleg Literaturtheorie als Theorie der Gesellschaft, die ein strukturiertes Promotionsprogramm für alle literaturwissenschaftlichen Fächer anbietet, dessen Forschungs- und Lehrschwerpunkte das Verhältnis von Literatur/Literaturwissenschaft und Gesellschaft, die Wissenschaftstheorie und Theorie(n) der Literatur(wissenschaft) sowie Anwendungsbezüge literaturwissenschaftlicher Erkenntnis sind;
  • das Schreib-Lese-Zentrum am Germanistischen Institut, das als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Lehre und Praxis zum Ausbau von Schlüsselqualifikationen für Schule, Studium, Beruf und Lebensalltag beitragen will; dazu entwickelt das SLZ in Zusammenarbeit mit regionalen Einrichtungen in Bildung, Kultur und Wirtschaft konzeptuelle und praktische Angebote zur Entwicklung von Literacy und ästhetischer Bildung und zum kulturellen Leben.

Weitere germanistische Forschung in Münster

Sprache

Das Forschungsunternehmen „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe – Onomastik im europäischen Raum“, ein Projekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, ist an der Robert-Koch-Straße in Münster angesiedelt. Sämtliche Ortsnamen des Untersuchungsgebiets einschließlich werden auf der Grundlage ihrer historischen Belege erschlossen und sprachwissenschaftlich nach Herkunft und Deutung etymologisch, morphologisch und typologisch untersucht.

Die Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens dokumentiert und erforscht die sprachlichen Grundlagen des westfälisch-lippischen Kulturraumes und bringt die Ergebnisse mit zahlreichen Publikationen, Tagungen und Vorträgen in aktuelle Diskussionen ein. Sie betreut zudem ein Internetportal zur westfälischen Sprachforschung.

Literatur

Die Annette von Droste-Gesellschaft ist darum bemüht, das Interesse an Annette von Droste-Hülshoff, ihrem Werk, ihrem Leben und ihrer Zeit wach zu erhalten und durch neue Initiativen (Lesungen, Vorträge, Tagungen, Ausstellungen, Workshops, Veröffentlichungen) zu beleben. Neben der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Namenspatronin fördert und initiiert die Gesellschaft kulturelle Veranstaltungen, insbesondere mit Bezug zum Kulturraum Westfalen und zur zeitgenössischen Lyrik.

Die Literaturkommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurde 1998 gegründet, um der westfälischen Literaturforschung neue Impulse zu verleihen. Sie bezieht neue Medien, interdisziplinäre Fragestellungen, Gegenwartsliteratur und Gattungen wie Hörspiel, Feature usw. in ihre Arbeit ein, ohne die Grundlagenforschung zu vernachlässigen. Der Forschungszeitraum reicht vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Zum Arbeitsspektrum der Kommission gehören Tagungen, Ausstellungen und Workshops, vor allem aber das „Büchermachen“. Ein Projekt der Kommission ist z.B. das Droste-Portal mit Wissenswertem zu Leben und Werk von Annette von Droste-Hülshoff. Gemeinsam mit der Universität Paderborn führt die Kommission das Projekt „Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen“ durch, das das Ziel hat, jüdische Autorinnen und Autoren, die in Westfalen gelebt und publiziert haben, zu ermitteln und in ihren Werken und Lebensumständen vorzustellen.

Die Augustin Wibbelt-Gesellschaft widmet sich der Pflege, Förderung und Erforschung der niederdeutschen Literatur und Sprache Westfalens. Im Mittelpunkt dieser Literaturgesellschaft steht die Beschäftigung mit dem Werk des westfälischen Dichters Augustin Wibbelt.

Der Literaturverein Münster beobachtet auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene das literarische Leben und literarische Projekte, hält Kontakt mit kulturellen Institutionen sowie Persönlichkeiten des Literaturbetriebes, veranstaltet Lesungen mit in -und ausländischen Autoren und kooperiert mit anderen Institutionen und Gruppen wie der Universität, den Städtischen Bühnen, dem Westfälischen Kunstverein, dem Künstlerdorf Schöppingen, verschiedenen Literaturbüros und den Medien.
Die Literaturzeitschrift „Am Erker“, gegründet 1977, erscheint zweimal jährlich in einem münsteraner Verlag.