Prälat Schreibersche Andachtsbuch-Sammlung

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Die meisten Titel der umfangreichen Sammlung des katholischen Theologen und ersten Rektors der Universität Münster nach dem 2. Weltkrieg Georg Schreiber stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Abgesehen von etwa 40 lateinischen Titeln aus dem 17. und 18. Jahrhundert handelt es sich ausschließlich um deutschsprachige Werke.

Die Sammlung ist in erster Linie für die Geschichte der Praktischen Theologie und ihrer Einzeldisziplinen (Liturgik, Homiletik, Katechetik) sowie für die religiöse Volkskunde und Frömmigkeitsgeschichte von Interesse. Es finden sich zahlreiche volkstümliche Gebet- und Andachtsbücher, Predigtsammlungen, Erbauungs- und Betrachtungsliteratur. Die Wallfahrts- und Pilgerbücher gehören zum großen Teil dem 20. Jahrhundert an. Zu erwähnen sind daneben eine große Zahl von Bruderschaftsbüchlein (Andachtsbücher und Statutensammlungen).

Insgesamt stellt die Sammlung eine Dokumentation über die nachtridentinische Andachts- und Frömmigkeitsformen der katholischen Kirche dar, die über Marien-, Heiligen-, Reliqiuenverehrung, die Pflege des Rosenkranz- und des Kreuzweggebetes und über die Eucharistieverehrung Auskunft gibt.
Häufig sind es wenig bekannte Autoren, bekannte Namen wie Thomas von Kempen, Wilhelm Nakatenus, Martin von Cochem, Leonhard Goffiné, Alfons von Liguori finden sich nur vereinzelt. Neben zahlreiche Werken aus Süddeutschland und Österreich enthält die Sammlung auch Zeugnisse aus Westfalen.

Nutzung

Die Prälat Schreibersche Andachtsbuch-Sammlung steht als geschlossene Sammlung im Rara-Magazin der ULB. Ein alphabetischer Sonderkatalog in Zettelform dokumentiert die gegenwärtige Aufstellung. Die Werke sind auch im ULB-Katalog nachgewiesen. Einzelstücke der Sammlung wurden digitalisiert und stehen im ULB-Portal 'Digitale Sammlungen' zur Verfügung.