Heinz Kosters: Erinnerung an einen Mitbegründer der Gruppe 61

Am 28. Oktober jährt sich der Todestag des westfälischen Schriftstellers Heinz Kosters zum 40. Mal. Kosters, der von 1924 bis 1986 in Recklinghausen lebte, gehörte zu den Mitbegründern der Dortmunder Gruppe 61, die sich der literarischen Auseinander­setzung mit der industriellen Arbeitswelt widmete.

Die Gruppe wurde am 31. März 1961 gegründet. Zu ihren Gründungs­mitgliedern zählten neben Kosters unter anderem Fritz Hüser (früherer Leiter der Dortmunder Stadtbücherei), Max von der Grün ("Vorstadt­krokodile", 1976) und Walter Köpping (Gewerkschafts­sekretär IG Bergbau und Energie).

Ihr Anliegen war, die Lebens- und Arbeits­bedingungen der Menschen in der Industrie literarisch sichtbar zu machen und die Arbeitswelt als Gegenstand der Literatur stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Auch heute ist das Wirken von Heinz Kosters in der literatur­geschichtlichen Überlieferung präsent. Die Universitäts- und Landes­bibliothek Münster bewahrt einen Teilnachlass des 1986 verstorbenen Autors. Er umfasst Werk­manuskripte, darunter einige Gedichte, sowie Korrespondenz und Materialien zur Dortmunder Gruppe 61.

Der Bestand ermöglicht, Spuren seines Lebens und Schaffens zu erhalten und für die weitere Beschäftigung mit der Literatur- und Kultur­geschichte Westfalens zugänglich zu machen.

Eine besondere Rarität ist Kosters Gedichtband "Stille Einkehr". Nur noch die Bibliothek des Fritz-Hüser-Instituts / Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Dortmund besitzt ein Exemplar dieses 1945 in Recklinghausen erschienenen Werks.

Dezernat Historische Bestände