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WDR ZeitZeichen zur Comédie-Française

Logo WDR bei Wikimedia Commons„Die älteste Sprech­bühne Frankre­ichs wird „das Haus Molières“ genan­nt — im Andenken an den großen Komö­di­en­dichter. Als einziges Nation­althe­ater ver­fügt es über ein festes Ensem­ble. Wegen der hohen Staatssub­ven­tion­ierung gibt es oft scharfe Kri­tik.
Lud­wig XIV., der beken­nende Molière-Bewun­der­er, legte 1680 zwei rival­isierende The­ater-Ensem­bles zusam­men und grün­dete die Comédie-Française. Im Reper­toire dominierten neben Molière die klas­sis­chen Dra­matik­er Racine und Corneille.
Die Erfol­gs­geschichte – bere­ichert um die Stücke des Aufk­lär­ers Voltaire – wurde nur durch die mehrjährige Schließung während der Franzö­sis­chen Rev­o­lu­tion unter­brochen. Der the­atergeschichtlich wichtig­ste Moment war 1830 die Saalschlacht um das Stück „Her­nani“: Die Roman­tik­er um Vic­tor Hugo forderten mit Erfolg den Abschied von den zu star­ren klas­sis­chen The­ater­regeln.
Heute kämpft die Comédie-Française, oft abge­tan als zu „bour­geois“, um neue kreative Impulse.“

(WDR, Christoph Vormweg, Hilde­gard Schulte)

Sie kön­nen die Sendung, die am 21.10.2020 in der Rei­he „ZeitZe­ichen“ lief, über die Seite des WDR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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