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WDR ZeitZeichen zu Annemarie Schimmel

Logo WDR bei Wikimedia Commons„Pio­nierin in ein­er Män­ner­domäne: Annemarie Schim­mel muss sich ihren Platz als Islamwis­senschaft­lerin erkämpfen. Doch dann beschädigt die ange­se­hene Pro­fes­sorin ihren Ruf.
Am 4. Mai 1995 wird der Ori­en­tal­istin Annemarie Schim­mel der „Frieden­spreis des Deutschen Buch­han­dels“ zuge­sprochen. Damit will sich der Börsen­vere­in gegen Ten­den­zen wen­den, die den Islam zum neuen Feind­bild machen. Die Ausze­ich­nung der 73-Jähri­gen sei „ein Zeichen für die Begeg­nung, nicht für die Kon­fronta­tion der Kul­turen“.
Doch noch am sel­ben Tag löst ein Inter­view in den ARD-„Tagesthemen“ einen Eklat aus. Schim­mel dis­tanziert sich darin zwar von islamistis­chem Ter­ror und verurteilt Mord­dro­hun­gen gegen Salman Rushdie. Gle­ichzeit­ig beze­ich­net sie aber dessen „Satanis­che Verse“ als „eine sehr üble Art, Gefüh­le ein­er großen Menge von Gläu­bi­gen zu ver­let­zen“.

„Sie dachte abso­lut nicht poli­tisch“
Schim­mel wird daraufhin vorge­wor­fen, sie vertei­di­ge die Fat­wa, jenes islamis­che Rechtsgutacht­en von Aya­tol­lah Khome­i­ni, das Rushdies Roman als todeswürdi­ges Verge­hen verurteilte. Sie rel­a­tiviere die Men­schen­rechte und unter­grabe das Recht auf freie Mei­n­ungsäußerung.
Die Wis­senschaft­lerin beteuert, sie habe erk­lären, nicht entschuldigen wollen. Doch sie find­et nur schw­er die passenden Worte. „Sie dachte abso­lut nicht poli­tisch“, sagt später ihr Kol­lege Ste­fan Wild. „Ihr Anliegen war die Ver­mit­tlung.“ Sie habe sich lebenslang als Brück­en­bauerin zwis­chen den Kul­turen ver­standen.

Dok­tor­ti­tel mit 19
Geboren wird Annemarie Schim­mel am 7. April 1922 in Erfurt. Der Vater ist Post­beamter, die Mut­ter stammt aus ein­er Seefahrerfam­i­lie. Mit sieben liest Annemarie ein Märchen, das im Gren­zge­bi­et zwis­chen Islam und Hin­duis­mus spielt: „Da habe ich gewusst, das ist meine Welt!“
Mit 15 begin­nt sie pri­vat Ara­bisch zu ler­nen, im Jahr darauf macht sie Abitur. Sie studiert Ara­bis­tik und Islamwis­senschaften in Berlin, wo sie mit 19 pro­moviert – mit­ten im Zweit­en Weltkrieg. Nach Kriegsende wird die Fam­i­lie nach Mar­burg evakuiert, wo sich die 23-Jährige im Jan­u­ar 1946 habil­i­tiert.

„Wenn Sie ein Mann wären“
Doch Schim­mel erhält keine Stelle. An der Uni Bonn wird ihr gesagt: „Wenn Sie ein Mann wären, dann kön­nte aus Ihnen was wer­den in der Wis­senschaft.“ Deshalb arbeit­et sie in der Türkei – als erste nicht-mus­lim­is­che Pro­fes­sorin an der islamisch-the­ol­o­gis­chen Fakultät in Ankara. Später lehrt sie 25 Jahre lang an der US-Uni­ver­sität Har­vard.
Die Spezial­istin für Islamis­che Mys­tik schreibt über 100 Büch­er und Artikel. Ihr bekan­ntestes Werk sind die „Mys­tis­chen Dimen­sio­nen des Islam“. Nach ihrer Emer­i­tierung 1992 kehrt Annemarie Schim­mel nach Deutsch­land zurück. Sie stirbt am 26. Jan­u­ar 2003 in Bonn.“

(WDR, Mar­fa Heim­bach, Mat­ti Hesse)

Sie kön­nen die Sendung, die am 7.4.2022 in der Rei­he „ZeitZe­ichen“ lief, über die Seite des WDR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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The Myths and Legends Podcast: „Hans Christian Andersen: What We Do With the Shadows“

Logo The Myths and Legends Podcast (https://www.mythpodcast.com/)„A sto­ry from Hans Chris­t­ian Ander­sen about becom­ing your best self…after that self com­plete­ly sep­a­rates from you and leaves you as mere­ly a shad­ow.
The crea­ture this time is the invin­ci­ble bear mon­ster your ghost grand­pa warned you about.“

Sie kön­nen die Sendung, die am 4.5.2022 veröf­fentlicht wurde, über die Seite der Pod­cas­trei­he nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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Kennen Sie schon … „Audio-Lingua“?

Was ist Audio-Lin­gua?
Ein Mit­mach­pro­jekt authen­tis­ch­er Ton­dateien, die von Mut­ter­sprach­lern aufgenom­men wur­den. Diese Ton­dateien sind für Unter­richt­szwecke und pri­vate Nutzung lizen­zfrei.

Was für Ton­dateien? 
Nur kurze Doku­mente, max­i­mal zwei Minuten, über ver­schiedene The­men…

Was heisst Mit­mach­pro­jekt? 
Jed­er, der Zeit und Lust hat, kann mit­machen und pri­vate Auf­nah­men über das For­mu­lar vorschla­gen.

Was heisst authen­tisch? 
Nur Auf­nah­men von Mut­ter­sprach­lern wer­den angenom­men. Alle Dialek­te sind gefragt und willkom­men.

Wozu gibt es Audio-Lin­gua? 
Damit jed­er, der Zeit und Lust hat, sein Hörver­ständ­nis verbessern kann.

Zurzeit gibt es über 7.800 Auf­nah­men zu 14 Sprachen.

Audio-Lin­gua, betreut von der Académie de Ver­sailles, ist also sozusagen „ver­wandt“ mit dem Aus­prachewörter­buch For­vo.
Das Por­tal ist auch bei Twit­ter und Face­book vertreten.
Über neue Auf­nah­men kön­nen Sie sich per RSS-Feed informieren lassen.

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WDR ZeitZeichen zu Ehm Welk

Logo WDR bei Wikimedia Commons„„Vom poet­is­chen Tief­gang des Buch­es bleibt nicht viel übrig“, urteilt die Kri­tik über den Film „Die Hei­den von Kum­merow und ihre lusti­gen Stre­iche“. Den­noch ist der Film etwas Beson­deres: Zum ersten Mal arbeit­eten Ost und West trotz deutsch­er Teilung für einen Film zusam­men.
Bei den Drehar­beit­en, die in Bran­den­burg und auf der Insel Rügen stat­tfind­en, ste­hen Ralf Wolter und Theo Lin­gen vor der Kam­era. 1966, ein Jahr vor der Film­premiere, stirbt Ehm Welk, der Schrift­steller aus dem kleinen Bran­den­burg­er Ort Biesen­brow – heute nur noch ein Ort­steil von Anger­münde.
Ehm Welk ist mehr als der Heimatschrift­steller. Er bereist Ameri­ka, legt sich 1934 mit Josef Goebbels an und hat Berufsver­bot. Nach dem Krieg grün­det Ehm Welk in Meck­len­burg mehrere Volk­shochschulen, um sich danach wieder dem Schreiben zu wid­men.
1982 greift die DEFA nochmals auf einen Romanstoff von ihm zurück.“
(WDR, Thomas Klug, Ronald Feisel)

Sie kön­nen die Sendung, die am 29.8.2019 in der Rei­he „ZeitZe­ichen“ lief, über die Seite des WDR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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Kennen Sie schon … die Sammlung „Maps of the UK“ der British Library?

Aus der Online-Karten­samm­lung der British Library hat Kura­torin Kim­ber­ly Kow­al inter­es­sante Karten zu Großbri­tan­nien zusam­mengestellt:

This sundry col­lec­tion of maps depict­ing places in the UK illus­trates the vari­ety of map­ping pro­duced pri­mar­i­ly in the 19th and 20th cen­turies. The out­stand­ing British map pub­lish­ers are rep­re­sent­ed, as are „mod­ern“ themes of car, rail and air trans­port and med­ical and social map­ping.

Neben den fünf für die „Curator’s choice“ aus­gewählten Karten find­en Sie unter „See all of the items in this exhi­bi­tion“ zahlre­iche weit­ere Dig­i­tal­isate.

Die „Maps of the UK“ sind Teil der Online-Karten­samm­lung der British Library.

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Buntes aus Westfalen – „Der Geist der Zeche: drei Geschichten aus NRW“

In der Kat­e­gorie „Buntes aus West­falen“ bericht­en wir über (teils kuriose) Neuer­schei­n­un­gen, die wir als Lan­des­bib­lio­thek im Rah­men des Pflich­tex­em­plar­recht­es (das gibt es schon seit 1824!) als kosten­lose Belegex­em­plare aus west­fälis­chen Ver­la­gen und/oder Selb­stver­legern erhal­ten.

Aus dem Klap­pen­text:

Der ein­same und unsichere Nils hat einen Hang zu riskan­ten Unternehmungen. Da taucht aus dem Nichts Ewald auf, der Geist der gle­ich­nami­gen Zeche. Er fliegt mit Nils über das Ruhrge­bi­et und schle­icht sich in sein Herz. Doch Geis­ter erscheinen immer nur dreimal. Ein Forschungsauf­trag in einem ver­wun­sch­enen Wald im Ber­gis­chen Land – ein Traumjob für Lukas, den Biolo­gen und überzeugten Veg­an­er. Am Wei­deza­un eines kleinen Bauern­hofs begeg­net er Alex, der ihm viel zu sym­pa­thisch ist – denn Alex ist Jäger! Seinem Fre­und zuliebe ist Micha von Dort­mund ins Sauer­land gezo­gen, nur um von ihm ver­lassen zu wer­den. Seit Jahren lebt er zurück­ge­zo­gen, aber die Dor­fge­mein­schaft ist immer für ihn da. Eine Geschichte über Brück­en­bauer, Regen­bo­gen­fah­nen und das Seg­nungsver­bot.

Zum Buch im ULB-Kat­a­log
Zum Buch auf der Web­seite von osiander.de

Weit­ere Titel kön­nen Sie in unseren Neuer­wer­bungslis­ten für West­falen ent­deck­en!

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Deutschlandfunk „Feature“: „Russische Dämonen – Warum der Kreml Dostojewski feiert“

Logo Deutschlandfunk bei Wikimedia Commons„Der amerikanis­che Diplo­mat Hen­ry Kissinger nan­nte den rus­sis­chen Präsi­den­ten Wladimir Putin einen „Charak­ter aus einem Dos­to­jew­s­ki-Roman“. Auch der Kreml bedi­ent sich des Schrift­stellers als nationale Ikone. Ist Dos­to­jew­s­ki aktueller denn je?
2021 wurde in Rus­s­land der 200. Geburt­stag des Schrift­stellers Fjodor Michailow­itsch Dos­to­jew­s­ki gefeiert. Schon 2018 hat der rus­sis­che Präsi­dent Wladimir Putin per­sön­lich zur Vor­bere­itung der Geburt­stags­feier ein Fes­tkomi­tee berufen. Welch­es Inter­esse kön­nte der rus­sis­che Präsi­dent haben, Dos­to­jew­s­ki zu einem nationalen „Säu­len­heili­gen“ zu verk­lären?
Dos­to­jew­s­ki ist nicht nur der große Roma­nau­tor und Schöpfer des „Idioten“ oder der „Dämo­nen“; Dos­to­jew­s­ki war auch Jour­nal­ist und Pub­lizist. Ver­fechter eines rus­sis­chen Impe­ri­al­is­mus. Lässt sich Dos­to­jew­s­ki gegen die Instru­men­tal­isierung durch Putins Machtelite vertei­di­gen? Und wer vertei­digt die Poly­phonie von Dos­to­jew­skis Werken gegen Dos­to­jew­s­ki selb­st?“
(Deutsch­land­funk, Manuel Gogos)

Sie kön­nen die Sendung aus dem Jahr 2018, die zulet­zt am 29.03.2022 in der Rei­he „Fea­ture“ lief, über die Seite des Senders nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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WDR Zeitzeichen zu Federico García Lorca

Logo WDR bei Wikimedia Commons„Fed­eri­co Gar­cía Lor­ca ist ein heimatver­bun­den­er Dichter. Seine bildge­walti­gen Gedichte speisen sich aus den Mythen und Charak­ter­is­ti­ka Andalusiens: Immer wieder Pferde, Flüsse, Gitanos, Dolche, Engel, Sko­r­pi­one, Zikaden, Ölbäume, Glock­en, Wind und Mond.
Lor­cas wichtig­ste Inspi­ra­tionsquelle ist die Vega bei Grena­da: eine frucht­bare, grüne, ertra­gre­iche Ebene zwis­chen den Hügeln, die er in sein­er Kind­heit ken­nen lernt. Und die lit­er­arische Tra­di­tion, die er aber nicht imi­tiert, son­dern im Sinn der Mod­erne neu inter­pretiert – wie in seinem bedeu­tend­sten lyrischen Werk, den an Lope de Vega und Luis de Gón­go­ra ori­en­tierten „Zige­unerro­manzen“ (1928).

Musik, Kun­st, Lit­er­atur
Geboren wird Lor­ca 1898 im Dorf Fuente­va­que­ros. Sein Vater ist ein wohlhaben­der Zucker­bauer, erzo­gen wird er von Kin­der­mäd­chen. Ihre andalu­sis­chen Volks- und Wiegen­lieder kann er sin­gen, bevor er sprechen lernt. Ungern geht er zur Schule, zeich­net lieber und spielt her­vor­ra­gend Klavier.
1909 über­siedelt Lor­ca mit sein­er Fam­i­lie nach Grana­da, wo er auf Wun­sch des Vaters wider­willig ein Juras­tudi­um begin­nt. 1919 zieht er nach Madrid, wo er im berühmten Elite-Stu­den­ten­heim Res­i­den­cia de Estu­di­antes Luis Buñuel und Sal­vador Dalí ken­nen lernt. Auch zu Rafael Alber­ti oder Pedro Sali­nas schließt er Fre­und­schaften – und ist in ihren Kreisen der Mit­telpunkt.

Ero­tis­che Liebe zu Dalí
Lor­ca und Dalí ver­lieben sich ineinan­der, kön­nen ihre Liebe aber im kon­ser­v­a­tiv-katholis­chen Spanien nicht öffentlich machen.
Vielle­icht ist das der Grund, warum Lor­ca in sein­er Lyrik, aber auch in seinen Dra­men „Bluthochzeit“ (1933) „Yer­ma“ (1934) oder „Bernar­da Albas Haus“ (1936) ein düsteres Bild der Liebe zeich­net, bei der Lei­den­schaft und Tod immer zwei Seit­en ein­er Medaille sind. Hier allerd­ings sind es Frauen, die an den gesellschaftlichen Kon­ven­tio­nen im erzkatholis­chen Spanien zer­brechen.

Leiche im Straßen­graben
1929 reist Lor­ca für neun Monate nach New York: ein Kul­turschock, den er im Lyrik­band „Dichter in New York“ ver­ar­beit­et. Zurück in Andalusien, bleiben dem Dichter noch sechs Jahre bis zu seinem tragis­chen Tod. Im Spanis­chen Bürg­erkrieg gerät der glühende Ver­fechter der Repub­lik in die Hände der Faschis­ten, wird gefoltert und am 19. August 1936 erschossen.
Lor­cas Leiche wer­fen seine Mörder in den Straßen­graben, seine Werke wer­den ver­boten. Erst in den 1960er Jahren darf Lor­cas let­ztes Dra­ma „Bernar­da Albas Haus“ in sein­er Heimat uraufge­führt wer­den.“

(WDR, Andrea Klasen, Hilde­gard Schulte)

Sie kön­nen die Sendung, die am 19.8.2021 in der Rei­he „ZeitZe­ichen“ lief, über die Seite des WDR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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Kennen Sie schon … das „Directory of Free Arab Journals“?

Ziel dieses Verze­ich­niss­es ist es, alle frei im Inter­net ver­füg­baren ara­bis­chen Zeitschriften, die von ara­bis­chen Uni­ver­sitäten und Forschungsin­sti­tuten her­aus­gegeben wur­den bzw. wer­den, zugänglich zu machen.

Im DFAJ find­en Sie Links zu den Zeitschriften und den sie her­aus­geben­den Organ­i­sa­tio­nen – Stand Juni 2022 wer­den rund 320 Zeitschriften von 150 Ver­la­gen aus 18 Staat­en verze­ich­net – sowie Angaben zu ISSN, Ver­lag, Erschei­n­ungs­land, Erschei­n­ungsweise, Stich­wörter und Sprache der Veröf­fentlichung.
Man kann nach Fachge­bi­eten browsen oder gezielt nach Zeitschriften suchen.

Die Daten­bank ist bis­lang nur in ara­bis­ch­er Sprache ver­füg­bar, eine englis­chsprachige Ober­fläche ist in Pla­nung.

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Deutsche Digitale Bibliothek: „„Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst“ – Über H. C. Andersen, Kunstmärchen und allzeit bereite Scheren“

Im Jour­nal der Deutschen Dig­i­tal­en Bib­lio­thek ist ein Por­trait des dänis­chen Autors H. C. Ander­sen erschienen:

Es war ein­mal der Sohn eines mit­tel­losen Schuh­mach­ers und ein­er alko­holkranken Wäscherin, der am 2. April 1805 in der kleinen Stadt Odense auf der dänis­chen Insel Fünen das Licht der Welt erblick­te. Bis er aus­zog, um die Men­schen mit seinen Geschicht­en zu erfreuen, war es aber noch ein langer, steiniger Weg – und zunächst ein ein­samer.

» Weit­er­lesen!

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SWR2 Wissen: „Reiselyrik – Von der Romantik bis heute“

Logo SWR2 bei Wikimedia Commons„Sehn­sucht, Auf­bruch und der Zauber der Fremde: eine lyrische Reise durch die Epochen. Mit Gedicht­en von Nico Bleutge, Annette von Droste-Hül­shoff, Got­tfried Benn und anderen.

Gedichte über das Reisen erzählen von Sehn­sucht und Auf­bruch, vom Unter­wegs­sein und neuen Hor­i­zon­ten.
Die Dich­terin­nen und Dichter der Roman­tik stell­ten die Erfahrun­gen des Wan­der­ers in den Mit­telpunkt, der sich aus Aben­teuer­lust oder Bil­dungs­grün­den auf den Weg machte.
Mit den mod­er­nen Verkehrsmit­teln Auto und Flugzeug kamen The­men wie Schnel­llebigkeit, Ent­frem­dung und Ober­fläch­lichkeit in die Reise­lyrik.
Der Lyrik­er Nico Bleutge stellt eigene Texte vor und erkun­det mit dem Lit­er­atur­wis­senschaftler Pro­fes­sor Chris­t­ian Schärf Reisegedichte ver­schieden­er Epochen.“

(SWR, Anja Brock­ert)

Sie kön­nen die Sendung, die am 15.4.2022 in der Rei­he „SWR2 Wis­sen“ lief, über die Seite des SWR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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„Zeitgemäß? Wilhelm II. im Diskurs“

Ausstellung zur Debatte um den Namen und Namensgeber der WWU

Vom 22. Juni bis 7. August 2022 ist im Fußgänger­tun­nel zwis­chen Schloss­platz und Hör­saal­ge­bäude eine Ausstel­lung zu sehen. Sie the­ma­tisiert den let­zten deutschen Kaiser, Wil­helm II., und die Debat­te um den auf ihn zurück­ge­hen­den aktuellen Namen der West­fälis­chen Wil­helms-Uni­ver­sität Mün­ster.

Plakat der Ausstel­lung. © WWU | Zen­trale Kus­todie

Studierende der Mün­ster School of Design der FH Mün­ster haben die Ausstel­lung unter der Leitung von Prof. Clau­dia Grönebaum und Prof. Hen­ning Tietz und in enger Koop­er­a­tion mit dem Pro­jek­t­team „Zur Sache WWU“ entwick­elt. Mit Mut zum Exper­i­ment pro­bieren sie ver­schiedene Wege aus, um his­torische Inhalte heute darzustellen. Die Ausstel­lung bietet zudem Gele­gen­heit zum Aus­tausch und zur Diskus­sion.

Pressemel­dung der WWU vom 14. Juni 2022

Heute, am 21. Juni 2022, find­et um 18 Uhr die Ausstel­lungseröff­nung in der Aula des Schloss­es statt. Um Anmel­dung per E‑Mail wird gebeten.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum The­ma find­en sich auf der Pro­jek­t­seite von „Zur Sache WWU“. Beson­ders möcht­en wir auf einen Kurz­film hin­weisen, der als Infor­ma­tion für neue Studierende konzip­iert wurde und expliz­it zur Beteili­gung an der Namens­de­bat­te ein­läd.

© 2021 WWU. Quelle: https://www.uni-muenster.de/ZurSacheWWU/veranstaltungen/erstsemester-info.html

Lit­er­atur zu Wil­helm II. sowie zur WWU und ihrer Geschichte ist vor allem in den Bestän­den der Zen­tral­bib­lio­thek am Krum­men Tim­pen 3 und der Bib­lio­thek im Fürsten­berghaus in großer Menge zu find­en.

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Kennen Sie schon … die Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank?

Logo der MHDBDB (http://mhdbdb.sbg.ac.at/) (Stand 27.5.2022)

Die Mit­tel­hochdeutsche Begriffs­daten­bank, kurz MHDBDB, ist in ihrer Art eine einzi­gar­tige Daten­bank. Sie ermöglicht den Zugriff auf die wichtig­sten Werke der mit­tel­hochdeutschen Dich­tung von den ver­schieden­sten Blick­winkeln aus über eine äußerst viel­seit­ige Such­funk­tion­al­ität. Der Benutzer kann nicht nur in einem einzi­gen Sys­tem nach Wörtern, Zeichen­ket­ten und Begrif­f­en aus ver­schiede­nen Quellen suchen, son­dern auch so gut wie jede lin­guis­tis­che oder seman­tis­che Fragestel­lung an die Textba­sis auswerten. Damit ist die MHDBDB leis­tungs­fähiger als jedes noch so umfan­gre­iche Wörter­buch.

Weit­ers bietet die Daten­bank die Möglichkeit, nach kom­plex­eren Wort- oder Begriff­skom­bi­na­tio­nen zu suchen, also nach gle­ichzeit­igem Vorkom­men (Kookur­renz) von ver­schiede­nen Wörtern oder Begrif­f­en in einem gegebe­nen Kon­tex­trah­men. Zum Beispiel kann man nicht nur nach dem gle­ichzeit­i­gen Auf­tauchen der Wörter swert und künec suchen, son­dern auch nach dem gle­ichzeit­i­gen Auf­tauchen von Begriff­skat­e­gorien, wie z.B. Waf­fen und Geburt­sadel; das Ergeb­nis dieser Suche schließt also das Ergeb­nis des obi­gen Wort­suche-Beispiels ein und ermöglicht damit einen umfassenderen Überblick über das Motiv­ma­te­r­i­al. Diese Such­funk­tio­nen eröff­nen damit ganz neue Ein­blicke in die kom­plexe Motivstruk­tur einzel­ner Werke oder des Gesamtko­r­pus, und ges­tat­ten einen umfassenderen Zugriff auf die darin enthal­te­nen kul­turellen Infor­ma­tio­nen.

Die zwei wichtig­sten Mod­ule der MHDBDB sind der Wortin­dex mit Begrif­f­en und die Textsuche nach Beleg­stellen.

Seit 2016 wird die MHDBDB vom Inter­diszi­plinären Zen­trum für Mit­te­lal­ter und Früh­neuzeit (IZMF) der Uni­ver­sität Salzburg betreut.
Das Daten­bank-Team ist unter @MHD_BDB auf auf Twit­ter vertreten.

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Bayern2 radioWissen: „Nature writing – Natur als Sprachlandschaft“

Logo Bayern2 bei Wikimedia Commons„Das lit­er­arische Genre „Nature writ­ing“ entwick­elte sich mit der Indus­tri­al­isierung in Eng­land und den USA. Natur­erschei­n­un­gen wer­den sachkundig, aber aus sub­jek­tiv­er Per­spek­tive beschrieben. Denn ist nicht der Men­sch auch Teil der Natur?“
(Bay­ern 2, Justi­na Schreiber)

Sie kön­nen die Sendung, die 2020 auf Bay­ern 2 lief, über die Seite des BR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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Buntes aus Westfalen – „Lenin auf Schalke“

In der Kat­e­gorie „Buntes aus West­falen“ bericht­en wir über (teils kuriose) Neuer­schei­n­un­gen, die wir als Lan­des­bib­lio­thek im Rah­men des Pflich­tex­em­plar­recht­es (das gibt es schon seit 1824!) als kosten­lose Belegex­em­plare aus west­fälis­chen Ver­la­gen und/oder Selb­stver­legern erhal­ten.

Aus dem Klap­pen­text:

Seit dreißig Jahren betra­chtet der West­en den Osten. Dreht und wen­det die Ost­deutschen wie Schnitzel in der Pfanne. Es ist an der Zeit zurück­zuguck­en. „Sander du musst in den West­en“, mit diesen Worten seines besten Fre­un­des Schlüp­pi begin­nt die Reise von ein­er gold­e­nen Pommes­bude in Ost­ber­lin nach Gelsenkirchen. Sander wohnt hier bei Zonengabi im Glück (BRD) und ihrem Fre­und Ömer in einem alten Bergmannshaus. Er ver­sucht sich zu ori­en­tieren zwis­chen alten Abraumhalden, nagel­neuen Lenin­skulp­turen und ein­er Ver­gan­gen­heit, die 1000 Meter unter der Erde liegt.

Gre­gor Sander, eine der wichtig­sten Stim­men der gesamt­deutschen Lit­er­atur, nimmt uns in »Lenin auf Schalke« mit dor­thin, wo der West­en arm dran ist. Keine Zeche mehr, keine Kok­erei und kein Stahlw­erk, die Ruhrpot­tluft dank Arbeit­slosigkeit gere­inigt und auch Schalke 04 ist inzwis­chen zweitk­las­sig. Hin­ter­sin­nig, klug beobach­t­end und mit humor­vollem Ernst erzählt Sander von einem Ort, der in allen Neg­a­tivs­ta­tis­tiken führt: ärm­ste Stadt Deutsch­lands, höch­ste Arbeit­slosigkeit, ger­ing­stes Pro-Kopf-Einkom­men. Staunend ent­deckt Sander eine Welt, die von der alten Bun­desre­pub­lik vergessen wurde. Nur ist Gelsenkirchen deshalb wirk­lich der Osten im West­en?

Zum Buch im ULB-Kat­a­log
Zum Buch auf der Ver­lags-Web­seite

Weit­ere Titel kön­nen Sie in unseren Neuer­wer­bungslis­ten für West­falen ent­deck­en!