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SWR2 Wissen: „Lebendiges Jiddisch – Porträt einer Sprache“

Logo SWR2 bei Wikimedia Commons„Jid­disch lebt – hat es hierzu­lande aber auch schw­er. Denn das Deutsche ist dem Jid­dis­chen sehr ähn­lich und daher eine starke Konkur­renz.

Deutsche Dialek­te als Basis, dazu hebräis­che und roman­is­che Lehn­wörter
Das Jid­dis­che formierte sich im Mit­te­lal­ter auf der Basis deutsch­er Dialek­te, ver­wen­dete aber auch hebräis­che und roman­is­che Lehn­wörter. Später kamen osteu­ropäis­che Begriffe hinzu, denn auf­grund von Pogromen zogen viele Juden immer weit­er nach Osten. So ent­stand das Ostjid­dis­che, das vor der Shoah die drittgrößte ger­man­is­che Sprache in Europa war. Ostjid­disch wird auch heute noch gesprochen, es wird gesun­gen, und man kann es an der Uni­ver­sität Tri­er ler­nen.

Jid­dis­tik – Wis­senschaft von der jid­dis­chen Sprache und Lit­er­atur
Seit dem 19. Jahrhun­dert entwick­elte sich die jid­dis­che Lit­er­atur rasch und erre­ichte mit Itzhok Lejb Perez, Scholem Ale­jchem und Mendele Moich­er Sforim einen ersten Höhep­unkt. „Die drei Klas­sik­er“ wer­den sie genan­nt. Im 20. Jahrhun­dert gab es dann sog­ar einen Lit­er­aturnobel­preis: 1978 für den jid­dis­chen Autor Isaac Bashe­vis Singer.
Eine fürs Jid­dis­che beson­ders wichti­gen Stadt ist Czer­nowitz. 1908 fand hier die „Kon­ferenz für die jüdis­che Sprache“ statt, an der namhafte Philolo­gen teil­nah­men. Mit der Kon­ferenz begann die wis­senschaftliche Beschäf­ti­gung, die Jid­dis­tik.
In jenen Jahren wur­den auch wichtige jüdis­che Autoren in Czer­nowitz geboren: Itzik Manger etwa, Rose Aus­län­der, später auch Paul Celan und Aharon Appelfeld.
1925 wurde das YIVO gegrün­det, das „Yidish­er visnshaftlekher insti­tut“. Zunächst hat­te es seinen Sitz im damals pol­nis­chen Vil­nius. Vil­nius wurde damals das „Jerusalem des Nor­dens“ genan­nt. Auf­grund sein­er reichen jüdis­chen Kul­tur. Das wusste auch der Nation­al­sozial­ist Alfred Rosen­berg, seines Zeichens „Reichsmin­is­ter für die beset­zten Ost­ge­bi­ete“. Seine Auf­gabe war es, den europäis­chen Osten zu plün­dern, auch die Bib­lio­thek des YIVO. Kun­st- und Buchraub im großen Stil. Dafür brauchte er Fach­leute, die die Büch­er sichteten. Jid­dis­chsprech­er, teils bekan­nte Autoren, die er zur Mitar­beit zwang. Was für wertvoll erachtet wurde, wurde mitgenom­men. Der Rest wurde ver­nichtet.
Nach dem Über­fall der deutschen Wehrma­cht auf Polen und der geziel­ten Plün­derung durch nation­al­sozial­is­tis­che Kun­sträu­ber wurde das YIVO 1940 nach New York ver­legt. Dort existiert es noch heute und gilt mit sein­er enor­men Bib­lio­thek als zen­trale Forschungsstelle für die jid­dis­che Sprache. Doch die umfan­gre­iche Samm­lung darf nicht darüber hin­wegtäuschen, dass während der Shoah jüdis­che Kul­turgüter gezielt ger­aubt oder zer­stört wur­den.

Jid­disch oder Hebräisch – Was soll 1948 Amtssprache in Israel wer­den?
1948 wurde der Staat Israel gegrün­det. Durch die starke Zuwan­derung aus Europa in den 1930er- und 1940er-Jahren stellte sich die Frage nach der Nation­al­sprache: Sollte es ein aus der Schriftlichkeit wieder in die Mündlichkeit belebtes Hebräisch wer­den? Oder ein­fach das Jid­disch, das die aller­meis­ten Zuwan­der­er ohne­hin sprachen?“
Der sich formierende Staat Israel betrieb Sprach­poli­tik und förderte das Hebräis­che. So wurde Hebräisch Staatssprache und Jid­disch nur noch aktiv weit­ergegeben unter den chas­sidis­chen Juden, die heute vor allem in Israel und in den USA leben.
(SWR, Katha­ri­na Bor­chardt, Can­dy Sauer)

Sie kön­nen die Sendung, die am 3.12.2021 in der Rei­he „SWR2 Wis­sen“ lief, über die Seite des SWR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden. Es gibt auch ein Manuskript zur Sendung.

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Bayern2 radioWissen: „Die Erfindung des Nordens – Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung“

Logo Bayern2 bei Wikimedia Commons„Nor­den ist da, wo der Süden nicht ist. So ein­fach kön­nte es sein; doch was „der Nor­den“ ist, hat sich die Men­schheit im Laufe von Jahrtausenden zusam­men­gereimt und ‑erfun­den. So ent­stand mit viel Fan­tasie ein bunter Strauß von Klis­chees, die unserem Nord-Bild bis heute anhaften.“
(Bay­ern 2, Chris­tiane Neukirch)

Sie kön­nen die Sendung, die am 15.12.2021 auf Bay­ern 2 lief, über die Seite des BR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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Kennen Sie schon … die Initiative „Linguistic Linked Open Data“?

Lin­guis­tic Linked Open Data is a move­ment about pub­lish­ing data for lin­guis­tics and nat­ur­al lan­guage pro­cess­ing using the fol­low­ing prin­ci­ples:

Data should be open­ly license using licens­es such as the Cre­ative Com­mons licens­es.
The ele­ments in a dataset should be unique­ly iden­ti­fied by means of a URI.
The URI should resolve, so users can access more infor­ma­tion using web browsers.
Resolv­ing an LLOD resource should return results using web stan­dards such as HTML, RDF or JSON-LD (Con­tent Nego­ti­a­tion may be used to show dif­fer­ent ver­sions to dif­fer­ent users).
Links to oth­er resources should be includ­ed to help users dis­cov­er new resources and pro­vide seman­tics.

The pri­ma­ry ben­e­fits of LLOD have been iden­ti­fied as:Rep­re­sen­ta­tion: Linked graphs are a more flex­i­ble rep­re­sen­ta­tion for­mat for lin­guis­tic data:
Inter­op­er­abil­i­ty: Com­mon RDF mod­els can eas­i­ly be inte­grat­ed
Fed­er­a­tion: Data from mul­ti­ple sources can triv­ial­ly be com­bined
Ecosys­tem: Tools for RDF and linked data are wide­ly avail­able under open source licens­es
Expres­siv­i­ty: Exist­ing vocab­u­lar­ies such as OWLlemon and NIF help express lin­guis­tic resources.
Seman­tics: Com­mon links express what you mean.
Dynam­ic­i­ty: Web data can be con­tin­u­ous­ly improved.

Ein LLOD-Pro­jekt ist die Lin­guis­tic Linked Open Data Cloud:

The Lin­guis­tic Linked Open Data cloud is a col­lab­o­ra­tive effort pur­sued by sev­er­al mem­bers of the OWLG, with the gen­er­al goal to devel­op a Linked Open Data (sub-)cloud of lin­guis­tic resources. The dia­gram is inspired by the Link­ing Open Data cloud dia­gram by Richard Cyga­ni­ak and Anja Jentzsch, and the resources includ­ed are cho­sen accord­ing to the same cri­te­ria of open­ness, avail­abil­i­ty and inter­link­ing. Although not all resources are already avail­able, we active­ly work towards this goal, and sub­se­quent ver­sions of this dia­gram will be restrict­ed to open­ly avail­able resources. Until that point, please refer to the dia­gram explic­it­ly as a „draft“.

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Buntes aus Westfalen – „Von Haus aus schlau“

In der Kat­e­gorie „Buntes aus West­falen“ bericht­en wir über (teils kuriose) Neuer­schei­n­un­gen, die wir als Lan­des­bib­lio­thek im Rah­men des Pflich­tex­em­plar­recht­es (das gibt es schon seit 1824!) als kosten­lose Belegex­em­plare aus west­fälis­chen Ver­la­gen und/oder Selb­stver­legern erhal­ten.

Aus dem Klap­pen­text:

Nach inten­siv­en Recherchen in den Tiefen des „Hagen­er Sprech“ doku­men­tiert Oliv­er Nick­el die Slangkul­tur in Hagen, den Hagen­er Straßen­wortschatz der let­zten 50 Jahre. Die umfan­gre­iche Wort­samm­lung in einzel­nen Lebens­bere­ichen spiegelt die „ehrliche“ Seele der Hagen­er, die sich lieber „ger­ade her­aus“ äußern als mit Pathos und gefüh­lvollen Worten.

Zum Buch im ULB-Kat­a­log
Zum Buch auf der Ver­lags-Web­seite

Weit­ere Titel kön­nen Sie in unseren Neuer­wer­bungslis­ten für West­falen ent­deck­en!

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SWR2 Wissen: „Paul Celan und die „grauere Sprache““

Logo SWR2 bei Wikimedia Commons„„Die Todesfuge“ von Paul Celan (23. Novem­ber 1920 – 20. April 1970) ist das berühmteste deutsche Gedicht des 20. Jahrhun­derts. Es the­ma­tisiert die Lei­den der Juden in den deutschen Konzen­tra­tionslagern und den Massen­mord in ein­dringlich­er Bild­sprache und mit einem sug­ges­tiv­en sprach­lichen Rhyth­mus.
Doch nach diesem frühen Gedicht wur­den Celans Texte immer her­metis­ch­er. Er entwick­elte das Konzept ein­er „graueren Sprache“, die sich von Musikalität und eingängi­gen Meta­phern ent­fer­nt.
Seine Lyrik ste­ht in der deutschen Lit­er­aturgeschichte wie ein Mono­lith, unver­wech­sel­bar und eng mit dem indi­vidu­ellen Schick­sal Celans verknüpft, der im April vor 50 Jahren starb.“
(SWR, Hel­mut Böt­tiger)

Sie kön­nen die Sendung, die am 16.4.2020 in der Rei­he „SWR2 Wis­sen“ lief, über die Seite des SWR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden. Es gibt auch ein Manuskript zur Sendung.

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BBC Radio 4: Sybille Bedford, author of „Jigsaw“ and „A Legacy“

Logo BBC bei Wikimedia Commons„Sybille Bed­ford was the writer’s writer, and author of A Lega­cy.
Sara Wheel­er first read Sybille Bed­ford in her ear­ly twen­ties, and dis­cov­ered a daz­zling writer. The book she read was called A Vis­it to Don Otavio. It’s set in Mex­i­co, a coun­try Bed­ford want­ed to vis­it because of its ‚long nasty his­to­ry in the past and as lit­tle present his­to­ry as pos­si­ble.‘ Born Sybille von Schoenebeck in 1911 in Ger­many, she lived in Italy, France, Cal­i­for­nia and Lon­don, and her book Jig­saw was nom­i­nat­ed for the Book­er prize. But by her own admis­sion she nev­er sold many books.
Sara Wheel­er is the author of Ter­ra Incog­ni­ta – about her trav­els in Antarc­ti­ca. Vic­to­ria Glendin­ning adds her thoughts and wit to the pro­gramme.
There are archive con­tri­bu­tions from Hilary Spurl­ing, Sue McGre­gor and Sybille Bed­ford too. The pre­sen­ter is Matthew Par­ris.“
(BBC)

Sie kön­nen die Sendung, die 2020 in der Rei­he „Great Lives“ lief, über die Seite der BBC nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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Buntes aus Westfalen – „Zeitreise durchs BOGESTRA-Land“

In der Kat­e­gorie „Buntes aus West­falen“ bericht­en wir über (teils kuriose) Neuer­schei­n­un­gen, die wir als Lan­des­bib­lio­thek im Rah­men des Pflich­tex­em­plar­recht­es (das gibt es schon seit 1824!) als kosten­lose Belegex­em­plare aus west­fälis­chen Ver­la­gen und/oder Selb­stver­legern erhal­ten.

Aus dem Klap­pen­text:

Eines der großen deutschen Verkehrsun­ternehmen feiert 2021 seinen 125. Geburt­stag. Aus diesem Anlass erscheint der dritte Band der Buchrei­he „Zeitreise durchs BOGES­TRA-Land“.
Es erwartet Sie eine inter­es­sante und span­nende Zeitreise – reich bebildert mit zahlre­ichen Illus­tra­tio­nen, Fotos und Zeit­doku­menten von der Geburtsstunde des Straßen­bahn­be­triebs bis zur großen Net­zum­stel­lung im Jahr 2019.

Zum Buch im ULB-Kat­a­log
Zum Buch auf der Ver­lags-Web­seite

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Kennen Sie schon … die Society for Italian Studies?

Die „SIS“ trägt das Mot­to „Sup­port­ing Ital­ian stud­ies in Britain and Ire­land“:

The role of the Soci­ety for Ital­ian Stud­ies (SIS) is to fur­ther the study of Italy, Ital­ian lan­guage, lit­er­a­ture, film, thought, his­to­ry, soci­ety and arts in the Unit­ed King­dom and Ire­land. It rep­re­sents the dis­ci­pline, pro­vid­ing a voice for Ital­ian Stud­ies at nation­al and inter­na­tion­al lev­el and par­tic­i­pat­ing in the work of the Uni­ver­si­ty Coun­cil of Mod­ern Lan­guages (UCML) to pro­mote the study of Mod­ern Lan­guages.

It sup­ports research through the work of its jour­nal, Ital­ian Stud­ies; through its bien­ni­al and inter­im con­fer­ences; through its grants for con­fer­ences and for col­lab­o­ra­tive research projects; through its sup­port of the post-grad­u­ate com­mu­ni­ty; and through its involve­ment in nation­al and inter­na­tion­al research exer­cis­es.

It works to ensure that all areas of Ital­ian Stud­ies are con­nect­ed and it encour­ages col­lab­o­ra­tion with the sub­ject asso­ci­a­tions of cog­nate dis­ci­plines, with oth­er soci­eties and insti­tu­tions that pro­mote the study of Italy, and with the cul­tur­al orga­ni­za­tions of the Ital­ian State.

The SIS sup­ports the teach­ing of the Ital­ian lan­guage by pro­vid­ing a forum for lan­guage teach­ers, and through its annu­al con­fer­ence on lan­guage teach­ing. It pro­motes con­nec­tions beyond the High­er Edu­ca­tion sec­tor, and aims, through its work, to encour­age the dis­sem­i­na­tion of the exper­tise of all Ital­ian depart­ments in the UK and Ire­land.

Die Gesellschaft ist auch auf Face­book und Twit­ter vertreten.

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WDR ZeitZeichen zur Uraufführung der „Möwe“ von Anton Tschechow

Logo WDR bei Wikimedia Commons„Heute gehört „Die Möwe“ von Anton Tsche­chow zu den meist­ge­spiel­ten Stück­en an deutschen The­atern. Das ist nicht selb­stver­ständlich. Denn der Höhen­flug begin­nt mit einem Flop.
Im Okto­ber 1895 schreibt der Schrift­steller und Arzt Anton Tsche­chow ein neues Stück: „Eine Komödie, vier Akte, eine Land­schaft (Blick auf den See); viele Gespräche über die Lit­er­atur, wenig Hand­lung, ein Pud Liebe.“ Ein beson­deres Gewicht hat dabei die Liebe: Die rus­sis­che Maßein­heit Pud entspricht gut 16 Kilo­gramm. Es ist eine sub­tile Studie über unglück­liche Men­schen, die in einem Land­haus zusam­men­tr­e­f­fen.
Die Fig­uren sehnen sich nach dem, was sie nicht haben. Die The­a­ter­di­va Iri­na Arkad­i­na gäbe alles dafür, wieder jung zu sein. Die Nach­barstochter Nina hinge­gen wün­scht sich, Schaus­pielerin zu wer­den. Iri­nas Brud­er Sorin wäre gern ein erfol­gre­ich­er Schrift­steller. Iri­nas Geliebter wiederum – der Schrift­steller Trig­orin – fühlt sich vom Erfolg erdrückt und geht lieber angeln.

„Bosheit“ und „Hass“
„Man ist ein gefan­ge­nes Tier!“, lässt Tsche­chow den Schrift­steller Trig­orin aus­rufen. Die Frei­heit ein­er Möwe hinge­gen erscheint der Fig­ur als Glück. Die Urauf­führung des sym­bol­haften Stück­es am 17. Okto­ber 1896 gerät allerd­ings zum Desaster.
Für die Probe sind ger­ade ein­mal drei Tage ange­set­zt wor­den. Das Ensem­ble agiert, wie Tsche­chow find­et, „wider­wär­tig und dumm“. Das Pub­likum reagiert mit Unmut. „Meine ‚Möwe‘ hat­te in Peters­burg, bei der ersten Vorstel­lung, einen Riesen­mis­ser­folg. Das The­ater atmete Bosheit, die Luft war explo­siv vor Hass.“

Poten­zial doch noch erkan­nt
Der Tumult ist so groß, dass Tsche­chows Schwest­er fürchtet, ihr Brud­er kön­nte sich umbrin­gen. Doch er erholt sich rasch: „Zu Hause habe ich Riz­i­nusöl genom­men, mich in kaltem Wass­er gewaschen — und jet­zt kön­nte ich sog­ar ein neues Stück schreiben.“
Schon bald nach der Urauf­führung erken­nt der The­ater-Reformer Kon­stan­tin Stanis­laws­ki das Poten­zial der „Möwe“. Mit ihr eröffnet er 1898 sein neuge­grün­detes Moskauer Kün­stlerthe­ater. Weil Tsche­chow inzwis­chen an Tuberku­lose erkrankt ist, kann er bei der Pre­miere nicht dabei sein. Er hält sich im war­men Jal­ta auf.

Einen Spiegel vorhal­ten
Dies­mal bricht nach der Auf­führung Jubel aus. „Der Saal hallte wieder von aufgeregten Stim­men, die forderten, sofort ein Telegramm zu Tsche­chow in Jal­ta zu schick­en. Die ‚Möwe‘ war reha­bil­i­tiert“, erin­nert sich Schaus­pielerin Olga Knip­per.
Tsche­chow wird als Dra­matik­er welt­berühmt. Trotz­dem find­et er Stanis­lawskis Insze­nierung zu rührselig: „Ich wollte etwas ganz anderes. Ich wollte ein­fach und ehrlich sagen: ‚Schaut euch an, seht doch, wie schlecht und lang­weilig ihr euer Leben führt!‘ “ Er selb­st ist nicht apathisch: Als Lan­darzt behan­delt er kosten­los Bauern, baut Schulen, ein Kranken­haus und eine Feuer­wehrsta­tion.“
(WDR, Chris­tiane Kop­ka, Ronald Feisel)

Sie kön­nen die Sendung, die am 17.10.2021 in der Rei­he „ZeitZe­ichen“ lief, über die Seite des WDR nach­hören oder als Audio­datei herun­ter­laden.

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Kennen Sie schon … die Encyclopedia of Jewish Book Cultures?

Diese Daten­bank ist neu in unserem Ange­bot.

Logo der Encyclopedia of Jewish Book Cultures

Being an ency­clo­pe­dia on book cul­tures rather than book con­tents, this work places tex­tu­al­i­ty and mate­ri­al­i­ty of the book in the cen­ter of its inves­ti­ga­tion. The sin­gu­lar­i­ty of the Jew­ish book can only be under­stood in full if it is stud­ied in its broad­er cul­tur­al and inter­cul­tur­al con­text.

This ency­clo­pe­dia does that by focus­ing on the pale­o­graph­ic fea­tures, intend­ed func­tion, cul­tur­al sig­nif­i­cance, read­er­ship, accep­tance, and design of par­tic­u­lar books and gen­res, as well as the pro­duc­er-con­sumer rela­tions involved in the mak­ing and cir­cu­lat­ing of books. It cov­ers more than 2000 years of Jew­ish book cul­tures from all cor­ners of the earth.

The Ency­clo­pe­dia of Jew­ish Book Cul­tures Online will appear before the print edi­tion and fea­tures full-text search­able, rich­ly illus­trat­ed arti­cles. The print edi­tion will be released after all online con­tent is com­plete and will include one intro­duc­to­ry vol­ume, deal­ing with the fun­da­men­tal research ques­tions in the wide field of Jew­ish Book His­to­ry, fol­lowed by three alpha­bet­i­cal­ly orga­nized vol­umes, offer­ing a clas­sic entry-by-entry ency­clo­pe­dia, with arti­cles of great­ly vary­ing length. The online work reflects this franework and presents the intro­duc­to­ry essays as a sep­a­rate, but strong­ly inter­twined, sec­tion.

Katrin Kog­man-Appel, Pro­fes­sorin am Insti­tut für Jüdis­che Stu­di­en der WWU Mün­ster, gehört zum Edi­to­r­i­al Board der Ency­clo­pe­dia.

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Podcasts rund um skandinavische Sprachen und Literaturen

Vielle­icht ist bei diesen Pod­casts, die vom FID Nordeu­ropa im Nordeu­ropa-Blog zusam­mengestellt wur­den (hier & hier), etwas Inter­es­santes für Sie dabei?

Sprache

Dänisch: Klog på Sprog

Klog på Sprog er pro­gram­met, der inter­esser­er sig for, leg­er med og ende­ven­der det sprog, vi alle sam­men taler til daglig. Adri­an Hugh­es er værten, der sam­men med et velo­plagt pan­el, er helt vild med dan­sk.

Finnisch-Schwedisch: Näst sista ordet

En fin­landssven­sk språkpodd där vi lek­er med och utforskar det sven­s­ka språket. Språket är så myck­et mer än enbart språkrik­tighet. I den här serien diskuter­ar och debat­ter­ar vi frå­gor om bland annat dialek­ter, tvåspråkighet, över­sät­tningar, sociala koder, fack­språk, lånord och skäll­sord. Per­spek­tivet är det fin­landssven­s­ka. Hur for­mas vårt språk och vår världs­bild när vi lever inkläm­da mel­lan det fin­s­ka och det rikssven­s­ka?

Schwedisch: Språket

Ett pro­gram om hur språk används och förän­dras. Här kan du som lyssnare stäl­la dina frå­gor om språk. Pro­gram­ledare Emmy Rasper.

Literatur

Norwegisch: NRK Bok

Hvilke bøk­er bør du lese? Og hvor­for? NRK Bok gir deg aktuelle inter­vjuer, repor­tas­jer, anmeldelser og anbe­falinger fra NRKs bokredak­sjon og fra pro­gram­mer som Åpen bok, Stu­dio 2 og Kul­turstri­pa.

Norwegisch: BOBcast

Her kan du høre pod­cast fra Bergen Offentlige Bib­liotek. Vi har en rekke egen­pro­duserte serier, i til­legg til at vi leg­ger ut opp­tak av sam­ta­l­ene og fore­dra­gene i pro­gram­met vårt.

Schwedisch: Verket – en podd om klassiker

Ver­ket är klas­sik­er­pod­den där kul­turhis­to­riens vik­ti­gaste mäster­verk diskuteras, upplevs och analy­seras. Till­sam­mans med ledande lit­ter­atur- och kon­sthis­torik­er diskuter­ar Anna Jans­son och Pauli­na Helge­son klas­sik­er­nas bety­delse och vad de kan säga oss idag. Ver­ket är ett samar­bete mel­lan Lit­ter­atur­banken, National­mu­se­um och bild­nings­ma­gasinet Anek­dot vid Stock­holms uni­ver­sitet. Fler pod­dar, essäer och filmer hit­tar du på Anekdot.se.

Im Nordeu­ropa-Blog find­en Sie viele weit­ere Pod­casts!

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Kennen Sie schon … die Tutorial-Reihe „Empirische Methoden für die Sprachwissenschaft“?

Screenshot aus der Website "Empirische Methoden für die Sprachwissenschaft Herzlich willkommen!" (https://empirical-linguistics.github.io/ems/) (Stand 22.12.2021)

Diese Tuto­r­i­al-Rei­he bietet einen niedrigschwelli­gen Ein­stieg ins empirische Arbeit­en für Linguist*innen.

Die Tuto­ri­als kön­nen unab­hängig voneinan­der gele­sen wer­den und über­schnei­den sich teil­weise. Für alle, die noch nie empirisch gear­beit­et haben, empfehlen wir, mit dem Tuto­r­i­al „Grundle­gen­des“ anz­u­fan­gen. Die Tuto­ri­als zu Date­nauf­bere­itung und ‑auswer­tung sowie zur Visu­al­isierung dürften für prak­tisch jede quan­ti­ta­tive Studie rel­e­vant sein. Mit den Tuto­ri­als zu Kor­puslin­guis­tik und Frage­bo­gen­stu­di­en deck­en wir zwei Meth­o­d­en ab, die sich ger­ade für stu­den­tis­che Sem­i­nar- und Abschlus­sar­beit­en gut eignen. Mit dem Tuto­r­i­al zur Date­nan­no­ta­tion ergänzen wir das Tuto­r­i­al zur Kor­puslin­guis­tik, allerd­ings ist die Anno­ta­tion von Dat­en auch für viele andere Arten empirisch­er Stu­di­en rel­e­vant.

Die Rei­he wurde entwick­elt von Ste­fan Hart­mann und Alexan­der Willich von der Uni Düs­sel­dorf.

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Kennen Sie schon … das DNBLab?

Die Deutsche Nation­al­bib­lio­thek bietet über das DNBLab allen an Text und Data Min­ing inter­essierten Nutzer*innen einen zen­tralen Anlauf­punkt für den Zugriff auf ihre Dat­en und freien dig­i­tal­en Ressourcen.
In virtuellen Schu­lun­gen stellen wir das aktuelle DNBLab-Ange­bot vor (auf­bere­it­ete Datensets, Schnittstellen und Meta­daten­for­mate) und zeigen, wie Sie ohne Pro­gram­mierken­nt­nisse unsere Dat­en und freien Objek­te im Brows­er abrufen kön­nen. Machen Sie mit und entwick­eln Sie gemein­sam mit uns das DNBLab der Zukun­ft.

Das DNBLab bietet außer­dem Online-Tuto­ri­als für das Arbeit­en und die Analyse unser­er frei ver­füg­baren Objek­te an: Neben ein­er Ein­führung zur Arbeit mit den Jupyter Note­book Tuto­ri­als kön­nen hier Abfra­gen unser­er OAI- sowie SRU-Schnittstellen und eine MARC-Tite­l­analyse aus­pro­biert wer­den. Die Tuto­ri­als sind für den Ein­stieg geeignet und auch ohne Pro­gram­mierken­nt­nisse nutzbar. Die Ange­bote und Tuto­ri­als des DNBLab kön­nen sowohl von zu Hause als auch in unseren Lesesälen vor Ort aus­pro­biert und genutzt wer­den!

gefun­den im DHd-Blog

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Buntes aus Westfalen – „Ist das Bügeleisen wirklich aus?“

In der Kat­e­gorie „Buntes aus West­falen“ bericht­en wir über (teils kuriose) Neuer­schei­n­un­gen, die wir als Lan­des­bib­lio­thek im Rah­men des Pflich­tex­em­plar­recht­es (das gibt es schon seit 1824!) als kosten­lose Belegex­em­plare aus west­fälis­chen Ver­la­gen und/oder Selb­stver­legern erhal­ten.

Aus dem Klap­pen­text:

„Woher weiß ich, ob ich die richtige Entschei­dung getrof­fen habe?“ „Was ist, wenn etwas Schlimmes passiert?“ „Ich muss mir unbe­d­ingt sich­er sein!“ Kom­men Ihnen solche Gedanken?
Falls ja, lei­den Sie ver­mut­lich unter Kon­troll- und Vergewis­serungszwang. Die gute Nachricht: Sie wer­den es schaf­fen, sich aus der ver­flix­ten „Vergewis­serungs­falle“ zu befreien. In diesem Rat­ge­ber find­en Sie erprobte Tools, die auf der Kog­ni­tiv­en Ver­hal­tens­ther­a­pie (KVT) basieren und Ihnen helfen, Frieden mit der Ungewis­sheit zu schließen und Ihr Bedürf­nis, „auf Num­mer sich­er zu gehen“ allmäh­lich ver­ringern.

Zum Buch im ULB-Kat­a­log
Zum Buch auf der Ver­lags-Web­seite

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Kennen Sie schon … das German Studies Collaboratory?

Wel­come to the Ger­man Stud­ies Col­lab­o­ra­to­ry, a vir­tu­al hub of resources for those inter­est­ed in Ger­man lan­guage, art, cul­ture, and his­to­ry. The project offers links to exist­ing mate­ri­als found on the ‘net, includ­ing teach­ing resources, schol­ar­ly lec­tures, and research mate­ri­als. At the cen­tre is an ethos of shar­ing, of pro­fes­sion­al­ism and col­le­gial­i­ty, of work­ing through these chal­leng­ing times togeth­er in the spir­it of com­mu­ni­ty. By pro­mot­ing col­lab­o­ra­tion, be it con­tribut­ing new mate­ri­als, bor­row­ing an idea, and shar­ing what we already have pro­duced, the GSC hopes to mod­el what crit­i­cal, open and acces­si­ble knowl­edge pro­duc­tion might look like. 

The GSC is a repos­i­to­ry of online resources. It fea­tures a Media Hub with guest lec­tures and webi­na­rs and soon hopes to fea­ture short videos designed for the col­lege class­room.

It also includes our Dig­i­tal Hub with links to inter­na­tion­al library and archive col­lec­tions, maps, images, sound, and text doc­u­ments for use in research and in the class­room.

New inno­va­tions in ped­a­gogy includ­ing assign­ment ideas, syl­labi, teach­ing mod­ules, and dig­i­tal tools are avail­able in the Teach­ing Hub for adap­ta­tion to cours­es of all lev­els. The Oppor­tu­ni­ties page lists grant, fel­low­ship, intern­ship, and teach­ing assist­ant­ship oppor­tu­ni­ties for under­grad­u­ate and grad­u­ate stu­dents, a great resource for men­tors and stu­dents alike.

We will also fea­ture blog posts on var­i­ous teach­ing, diver­si­ty, and research-relat­ed top­ics. Click Zeit­nah to fol­low along. 

Kind­ly sup­port­ed by part­ner­ships with the Ger­man Stud­ies Asso­ci­a­tion, the Ger­man His­tor­i­cal Insti­tute in Wash­ing­ton DC, the Amer­i­can Insti­tute for Con­tem­po­rary Ger­man Stud­ies, the Cen­tral Euro­pean His­to­ry Soci­ety, and the Diver­si­ty, Decol­o­niza­tion, and the Ger­man Cur­ricu­lum col­lec­tive, our goal is to pro­vide online access to the best of schol­ar­ly work in the name of access, rep­re­sen­ta­tion, diver­si­ty, and breadth.

Das Col­lab­o­ra­to­ry-Team ist unter @CollaboratoryGs auch bei Twit­ter zu find­en.